Zum Modelljahr 2026 hat Fendt das Interieur im Bianco mit dem angesagten Möbeldekor Salvador Eiche komplett erneuert und den Grundriss 495 SG neu ins Programm genommen. Grund genug für uns, den kompakten Paar-Tourer einem ausführlichen Testprogramm zu unterziehen, um zu klären, wie es um das Verhältnis von Preis und Leistung bestellt ist.



Die Erfolgs-Baureihe des bayerischen Premium-Herstellers präsentiert sich als vielseitiger Allrounder im Fendt-Modell-Portfolio und bildet die perfekte Brücke zwischen dem kompakten Apero und dem anspruchsvollen Tendenza. Mit 17 verschiedenen Grundrissen und zwei Ausstattungslinien bietet der Bianco maximale Flexibilität, die vom kompakten Modell für Paare bis zum geräumigen Familienwohnwagen mit fünf Schlafplätzen reicht. Den neuen Grundriss 495 SG hat Fendt exklusiv in die Bianco-Baureihe als Selection-Variante integriert.
Wie üblich präsentieren sich alle Baureihen im nahezu identischen Aussendesign, wobei nur die farblich unterschiedlichen Seitenapplikationen und der Modellschriftzug auf die Baureihe hinweisen. Dazu verleiht die formschöne Heckansicht mit innovativen LED-Edge-Light-Rückleuchten und Glowing-Surface-Effekt allen Fendt-Caravans einen automotiven Look. Der Aufbau wird in bewährter Sandwichbauweise mit Holzverstärkungen und Styropor-Isolierung gefertigt, wobei im Bugbereich teilweise hochwertige PU-Anbauteile im LFI-Verfahren verwendet werden. Alle Modelle rollen auf einem Alko-Fahrwerk mit Schräglenkerachse, Schlingerdämpfer AKS 3004, selbstnachstellenden Bremsen, Stabilformstützen und einem Bugrad mit praktischer Stützlastanzeige.
Da sich Chassis, Aufbau und Aussenoptik der einzelnen Baureihen nur marginal unterscheiden, setzt Fendt umso mehr auf die Unterschiede im Inneren. So kommt im Bianco das moderne Möbeldekor Salvador Eiche zum Einsatz, dessen moderner Mix mit den hellen Frontelementen und der dunkelgrauen Polstervariante Savio auf Anhieb gefällt. Für den hochwertigen Möbelbau verwendet Fendt schichtverleimtes Sperrholz in Kombination mit modernen Werkstoffen. Alle Möbel, Sitzgelegenheiten, Betten, Stauräume und Ecken im Bug sind konsequent hinterlüftet, so dass eine optimale Zirkulation zur Vermeidung von Kondenswasser erfolgt. Die Dachschrankklappen werden durch die Kunststoffschnäpper sicher zugehalten, wobei auch die stabilen Metall-Federzugscharniere mit leiser schliessender Softclose-Funktion überzeugen.
Wohlfühlen kann man sich auf den straffen Sitz- und Rückenflächen der Gegensitzgruppe, zumal das Polster an der Bugwand für zusätzliche Bequemlichkeit sorgt. Zum bequemen Einstieg kann der freistehende Tisch mit optimaler Plattengrösse leicht bewegt werden. Für den Bettumbau lässt sich der Tisch zudem einfach absenken, so dass eine maximale Liegefläche von 211 mal 103 Zentimetern entsteht.



Den kompletten Test gibt es im Magazin WOHNMOBIL & CARAVAN, Ausgabe 2/2026.
Text und Fotos: Siegfried Semper
aus dem Magazin: Wohnmobil und Caravan, Zeitschrift Nr. 2/2026