Der kompakte Eriba Feeling 442 kombiniert fahrtechnische Vorteile mit gleichwohl vorzeigbarem Raumangebot, das in der konfigurierten Test-Variante mit dem Schlafdach sogar einer vierköpfigen Familie Platz bietet. Wir haben den kompakten Tourer einmal genauer unter die Lupe genommen.



Gegenüber dem legendären Touring versteht sich der aktuelle Feeling als moderne Variante der Hubdach-Spezies. Den sportiven Auftritt unterstreichen die gerundeten Dach- und Seitenprofile in Kombination mit dem automotiven Heckdesign durch die markanten LED-Rückleuchten mit angedeutetem Bridge-Light und der Glattblech-Beplankung in Carrara-Weiss.
Der Aufbau des Feelings wird in der hymertypischen PUAL-Bauweise gefertigt, bei der als Isolierung für Dach und Wände geschlossenporiger PU-Schaum verwendet wird. Durch die maschinelle Verpressung der 30 Millimeter starken Sandwich-Komponenten ergeben sich Bestwerte in puncto Isolation, Dichtigkeit und Stabilität. Die Verbindung von Wänden, Dach, Bug und Heck übernimmt anstatt der üblichen Aussenverschraubung eine spezielle Klebetechnik.
Über dem 1,45 × 2,51 Meter grossen Dachausschnitt ist das doppelschalige Hubdach aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) montiert, das sich mittels Gasdruckdämpfer leicht hochstellen lässt und mit zwei ausgeklügelten Verschlüssen während der Fahrt gesichert wird. Trotz des grossen Dachausschnitts sind aber Kopfkontakte mit der tiefer liegenden Dachkante oder beim Ausstieg anfangs nicht zu vermeiden. Auch die Umweltgeräusche sind durch den Stoffkranz am Hubdach deutlicher hörbar.
Der Grundriss des Feeling 442 bietet auf seiner kompakten Grundfläche ein funktionales Wohnraumkonzept, das einer vierköpfigen Familie durchaus gerecht wird. Wohlfühlen kann man sich auf der Gegensitzgruppe im Bug, deren Sitzflächen ausreichend gross und angenehm straff ausfallen. Zusammen mit den ergonomisch geformten Rückenpolstern ist der Sitzkomfort tadellos. Ausreichend Staumöglichkeiten bieten die umlaufenden Hängeschränke und die Sitztruhen.
Längs im Heck befindet sich der Schlafbereich mit längs positionierten Matratzen. Da diese direkt nebeneinander liegen, erfolgt der Zugang über den vorderen V-Ausschnitt. Gegenüber dem üblichen Gang zwischen den Einzelbetten ergibt sich zwar eine grössere Liegefläche, erschwert aber den Zugriff zu den hinteren Hängeschränken. Auch der riesige Stauraum bringt zwar mehr Platz, muss aber entsprechend sicher beladen werden, um das Verrutschen zu verhindern. Die beiden komfortablen Kaltschaummatratzen auf den Holzlattenrosten messen 208 und 192 Zentimeter in der Länge und 93 Zentimeter in der Breite. Mittels stabiler Gasfederaufsteller lassen sich die Lattenroste samt Bettzeug leicht hochstellen und fixieren, um den wagenbreiten Staukasten zu beladen. Beidseitige Serviceklappen erlauben den schnellen Zugriff von aussen.



Den kompletten Test gibt es im Magazin WOHNMOBIL & CARAVAN, Ausgabe 1/2026.
Text und Fotos: Siegfried Semper
aus dem Magazin: Wohnmobil und Caravan, Zeitschrift Nr. 1/2026